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23.06.2010
von 
Category: Nähkränzchen

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Mit den gekauften Schnitten ist das immer so eine Sache. Entweder es gibt nicht das, was ich mir so vorstelle, zu viel Schnick-Schnack dran, zu rüschig oder sonstwas, oder ich finde einen Schnitt, sieht erst mal alles prima aus, aber nix passt wie es soll. Die meisten benähten Menschen haben halt nicht genau die Maße einer Größe 38, 42 oder welche auch immer. Und endloses anprobieren und abstecken ist mir gern mal zu fummelig. Schnitte von Hand erstellen leider auch.

Also musste ein Schnittprogramm her, das nicht nur nach Konfektionsgrößen, sondern auch nach individuellen Maßen arbeitet . Zu den meisten Schnittprogrammen kann man sich eine Demo-Version runterladen und ein bisschen rumtesten.  Das habe ich gemacht und mich relativ schnell für den Garment Designer entschieden. Das Programm war mir in der Bedienung sofort sympathisch, vielleicht, weil das Programm, mit dem ich im Studium gerabeitet habe, ähnlich aufgebaut war. Nicht zuletzt ist es in einem meiner Lieblingsforen Hobbyschneiderin immer wieder hoch gelobt worden. Ich werde zum Garment Designer noch mal einen extra post schreiben, da ich bis jetzt wirklich begeistert bin!

Nachdem ich das Tutorial einmal durchgearbeitet und ein bisschen im manual gelesen  hatte, habe ich mich an ein erstes kleines Projekt gewagt: aus einem schon länger rumliegenden Jersey ein langärmelieges T-Shirt nähen.

Der eigentliche Schnitt war schnell erstellt, dann habe ich noch etwas finetuning betrieben und ihn an ein gut sitzendes T-Shirt aus meinem Schrank angeglichen. Nach dem Ausdrucken auf A4-Blätter kam der Teil mit dem Schnibbeln und Kleben (ja, ich mach da wirklich gern!) und dann konnte ich auch schon zu schneiden. Dank angeschnittener Nahtzugaben (kein rumhantieren mit Kreide!) ging das ziemlich schnell. Zusammennähen und versäubern wollte ich direkt in einem Schritt mit der Overlock, leider ist die manchmal sehr eigen und hat die Zusammenarbeit bei diesem Stich verweigert.  Nun ich muß wohl doch erst versäubern und dann noch zusätzlich mit der Nähmaschine zusammennähen. Aber der Schnitt saß bei der ersten Anprobe schon ziemlich gut. Ich bin sehr gespannt, wie das Teil fertig aussieht und passt!